Natürlich Natur

Von 0 auf 3.751 m

Wir sind nicht in den Alpen, aber bei den vielen Höhenmetern kann man auch mal ins Schwitzen kommen. So hoch sind insgesamt die vier Tafelberge rings um das Sehmatal herum, die zum Erwandern und Erkunden einladen. Das Erzgebirge formte sich als Pultschollengebirge und die einzelnen Gipfel ragen wie Tafeln noch einmal mächtig daraus hervor. Der Ausblick von ihnen ist fantastisch.


Der Scheibenberg 807 m NHN

Der Scheibenberg gehört zu den assoziierten Objekten des Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Da wir es wirklich nicht besser beschreiben können, möchten wir an dieser Stelle den Text vom Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. zitieren: „Freigelegt durch die Gewinnung von Sand, Kies und Basalt dienten die imposanten, bis zu 30 Meter hohen Basaltsäulen des Scheibenbergs um 1800 als Referenzobjekt im berühmten Wissenschaftsstreit (Plutonisten-Neptunistenstreit) um die Entstehung der Erde. Der Streit (…) führte auch zu Schlussfolgerungen über die Entstehung von Lagerstätten und übte damit einen unmittelbaren Einfluss einerseits auf die Herausbildung der Geologie als Wissenschaft sowie anderseits auf die Entwicklung des Bergbaus im Erzgebirge aus. Der Scheibenberg gehört heute zu den wichtigsten geologischen Denkmalen Deutschlands.“ (Zitat, 07.11.2019)

Wer hätte das gedacht! Die Basaltsäulen werden auch Orgelpfeifen genannt.

Der Pöhlberg 832 m NHN

Auch die Bergbaulandschaft Pöhlberg gehört zum Welterbe der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, sogar als ein Hauptelement. Wie beim Scheibenberg zitieren wir hier die Beschreibung des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.: „Auf der östlichen Seite des Pöhlbergs, inmitten eines bäuerlich erschlossenen Gebietes, befindet sich ein seit dem 15. Jahrhundert belegtes Bergbaugebiet. Vom umfangreichen Bergbau auf silberhaltiges Kupfererz zeugen vor allem die Halden zahlreicher kleiner Stolln sowie die untertägig erhaltenen Grubenbaue. Nach der Einführung des Saigerverfahrens konnte aus dem hier geförderten Kupfererz in der Saigerhütte Grünthal Silber gewonnen werden. (…) Die untertägigen Grubenanlagen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sowie die originalen Kunstgezeugereste aus dem 18. Jahrhundert sind einzigartig für den erzgebirgischen Bergbau.“ (Zitat

Skifahren und vom Restaurant auf dem Gipfel aus in die Ferne sehen kann man hier übrigens auch!


Der Bärenstein 898 m NHN ...

... ist so etwas wie der Hausberg des Sehmatals, auch wenn er zum gleichnamigen Ort gehört. Zu seinen Füßen und um ihn herum laufen viele Wanderwege. Einen phantastischen Blick auf die Talsperre - vielleicht sogar mit einem unvergesslichen Sonnenuntergang – was begehrt das Herz mehr?

Der Fichtelberg 1215 m NHN

Hier am höchsten Berg Sachsens, mit der am höchstgelegenen Stadt Deutschlands, liegt das auch größte Skigebiet Sachsens, zusammen mit dem auf tschechischer Seite gelegenen Klinovec (Keilberg). Nach oben fahren mit der Schwebebahn und den Sesselliften und runter mit den Skiern. Auch für das leibliche Wohl ist hier gesorgt. Bei guter Witterung kann man sogar bis Leipzig zum Völkerschlachtdenkmal sehen!


Der Wald, der Wald

Die Hälfte der Gemeindefläche besteht aus Wald. Man denkt schon beim Wort an Ruhe und Erholung, an wunderbaren Geruch und Pilze sammeln – in de Schwamme gieh, wie der Erzgebirger sagt. Der Wald ist unser großer Schatz. Er ist einer der Gründe, warum die Gemeinde Erholungsort geworden ist. In schneereichen Wintern werden bei großer Schneelast die Waldwege durch den Staatsbetrieb Sachsenforst gesperrt. Ob Wege begangen werden können, sehen Sie hier in der outdooractive-Karte oder fragen in der Tourismusinformation nach.

Wir gehören zum Naturpark Erzgebirge / Vogtland. Informationen und Veranstaltungen vom Naturpark sind hier zu finden. 

Im Naturschutzzentrum Dörfel gibt es Informationen zu Flora und Fauna aus erster Hand. Für alle Altersgruppen finden Veranstaltungen rund um unsere Natur und den Naturschutz statt. Sollten Sie interessiert sein, finden Sie hier Näheres.


Das Hochmoor an der Siebensäure

Für jeden, der vor dem geschlossenen Moorpfad steht, gibt es gute Nachrichten: der Zweckverband Naturpark “Erzgebirge/Vogtland” hat den Moorpfad repariert und übergab ihn  im Frühjahr 2020 an den Staatsbetrieb Sachsenforst. Jetzt kann das Moor von großen und kleinen Entdeckern auf dem Laufsteg aus Eichenholz wieder sicher besucht werden.

 

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