Erzbergbau

Bergbau auf dem Gebiet der ehemaligen Ortslagen Sehma, Cranzahl und Neudorf Im oberen Erzgebirge gibt es nur wenige Ortschaften, die in den vergangenen Jahrhunderten nicht vom Bergbau berührt wurden. Auf dem Gebiet der Gemeinde Sehmatal ging von etwa 1540 bis 1955 Bergbau auf verschiedene Erze und Mineralien um. Mindestens 50 Bergwerke, von Stolln mit nur 20 Metern Streckenlänge bis zu ausgedehnten Gruben, deren Auffahrungen eine Gesamtlänge von 6 Kilometern erreichten, befanden sich auf Sehmataler Flur. In 16.Jahrhundert wurde nur nach Silber gesucht. Später im 17.-19. Jh. kamen Eisenerz, in geringen Mengen Kupfererz und Zinnstein hinzu. Ein relativ moderner Bergbau auf Uranerz in den Jahren 1947-1955 bildete den Abschluss einer langen Bergbaugeschichte. Vom Erzausbringen und den Auffahrungsumfängen blieb das Bergbaugebiet der Gemeinde Sehmatal weit hinter dem benachbarten Annaberger Grubengebiet zurück. Dennoch ist die Vielfalt der Erzlagerstätten (Silber, Nickel, Uran, Zinn, Kupfer und Eisen) bemerkenswert. Die Sachzeugen des alten Bergbaus wie Halden und Stollnmundlöcher sind in der Ortslage meist durch neuere Bebauung unkenntlich geworden. Jedoch sind auf den Feldern und im Wald noch einige Halden und Pingen sichtbar, die von längstvergangenen Bergbauzeiten künden.

Quarz

Stollen