"Raubmordstein"

Der "Raubmordstein" befindet sich am Wege nach Crottendorf.

Dieser Stein besagt, daß 1846 ein "Spielmann" (Wandermusikant), der am Abend im oberen Gasthof "Schenk" eingekehrt war, Opfer des Verbrechens wurde. Er prahlte mit Geld, was er bei sich hätte, und zog so die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich.

Nachdem er sich nachts auf dem Wege nach Crottendorf machte, wurde er von jemandem am Waldrand bei Pkt. 713,3 aufgelauert, der die Sache vom vielen Geld gehört hatte. Selbiger erschlug den armen Spielmann, der in Wirklichkeit nur ein paar Pfennige bei sich trug.
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, das der Mörder, ein gewisser Uhlig nach Tagen gefasst wurde. Er trieb sich nach der Tat in den Wäldern umher. Man verurteilte ihn zu 40 Jahren Zuchthaus.

Am Tatort wurde der "Raubmordstein" errichtet mit der Inschrift: Raubmord 1846.
Die Toten- und Begräbnisnachrichten von 1837 bis 1863 der Neudorfer Kirche berichten dazu unter No. 32 auf Blatt 90/1: Sonnabend, 17. Oktober 1846: Christian Friedrich Leberecht, Zeuner, gewesener Marionetten-Spielmann, Wohnort Chemnitz, Alter 59 1/2 Jahr. Ursache des des Todes: Raubmord. Nur einmal verheiretet, hinterläßt Wittfrau mit majorennen Sohn.