Cranzahl liegt am Nordrand des oberen Westerzgebirges im Landkreis Annaberg. Die Gemeinde erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von ca. 3,5 km entlang des Baches Sehma in einer erzgebirgstypischen Gneismulde, dem Sehmatal. Über die Kreisstraße 7131 ist der Ort an die Bundesstraße B 95 (Chemnitz-Oberwiesenthal) angebunden.

In der Mitte des 12. Jahrhunderts erfolgte die Besiedlung des Ortes durch Bauern aus dem Raum Main-Franken. Der genaue Zeitpunkt der Besiedlung liegt jedoch im Dunkeln, da die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Cranzahl erst aus dem Jahre 1367 stammt. Der frühe Bergbau und die Lage an der alten Salzstraße, die von Halle nach Böhmen führte, dürfte eine große Motivation für die Ansiedlung gewesen sein. Das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde wird besonders durch die bestehenden Vereine geprägt. Ob es der Siedlerverein, der Schnitzverein, einer der Sportvereine oder ein anderer Verein ist, für jeden gibt es ein interessantes Betätigungsfeld.

Besonders typisch für Cranzahl sind die schmalen Fußwege quer zum Straßenverlauf, die durch die innerörtlichen Grünbereiche führen und dadurch sehr reizvoll sind. Es gibt weiterhin eine flussläufige Verbindung parallel zur Karlsbader Straße von der ehemaligen Gaststätte Krone durch den Kronepark ins Neubaugebiet mit seinen schmucken Eigenheimen.

Der Bärenstein, 898 m ü. NN, ist das bestimmende Element der Cranzahler Landschaft.

Im Osten (Bärenstein), nach Süden (Einzugsgebiet der Talsperre) und nach Westen (Crottendorf) ist der Ort durch größere Waldgebiete eingebettet. Eine erzgebirgische Besonderheit stellt die Heckenlandschaft dar, die insbesondere am Hang des Wolfsteines in Erscheinung tritt.

Cranzahl ist über die im Jahre 1872 von Buchholz nach Weipert erweiterte Eisenbahnlinie sehr gut an die Großstädte Sachsens und den tschechischen Nachbarn angeschlossen. Neben einer Fahrt mit der "Fichtelbergbahn" laden aber auch die gut ausgebauten Fuß- und Radwege zu langen Spaziergängen und Radtouren durch die ausgedehnten idyllischen Waldgebiete ein.

Ebenfalls ein beliebtes Wanderziel ist die 1949 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Trinkwassertalsperre Cranzahl. Der Staudamm verfügt über die Abmessung von 430 m in der Länge, 35 m in der Höhe und besitzt ein Fassungsvermögen von 3 Mio. m³ Wasser.

Bei einem Aufenthalt sollten Sie auch die Himmelfahrtskirche, die 1910 auf den Grundmauern der mittelalterlichen Dorfkirche errichtet wurde, besuchen.